Gesunde Pferde - Harmonisch Reiten
Gesunde Pferde - Harmonisch Reiten

Meine eigenen Pferde

Hier eine kurze Beschreibung der Pferde, die mich bisher begleitet haben. Aktuell habe ich nur zwei ältere Ponystuten bei mir in Bayern, Annabell und Zsa Zsa.
Die anderen Pferde haben meinen Werdegang natürlich ebenfalls beeinflusst:

VALENTO (*1995) war mein erstes Pony. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, weil wir beide noch sehr unerfahren waren, wuchsen wir gut zusammen und begannen eine kleine, erfolgreiche Turnierkarriere, besonders im Springbereich (bis 1,10m). Ich habe Valento selber ausgebildet und aus zeitlichen Gründen zwischendurch mehrere Jahre aufgehört, ihn regelmäßig zu reiten, als ich Hufpflegerin wurde. Dressurmäßig habe ich ihn danach noch etwas weiter gefördert, auch mithilfe der Schülerinnen und Schüler im Unterricht, nachdem ich Reitlehrerin und RWYM-Coach wurde. Zwischendurch nahm ich unregelmäßig noch an ein paar Vielseitigeits-Trainings und Turnieren mit ihm teil, wo wir auch noch einige Schleifen sammelten. Danach kaufte ihn meine damalige Freundin Ulrike, die ihn noch immer besitzt und trotz seines hohen Alters weiter trainiert, ausbildet und vorstellt, denn er ist weiterhin noch fit und aufgeweckt, auch mit über 25 Jahren.

RICO war ein Welsh Cob - Haflinger Mix. Er lebte bis zu seinem Tod bei uns und war anfänglich im Gelände ein Durchgänger und insgesamt ein ziemlicher "Rüpel". Durch konsequentes und tägliches Üben wurde er mit der Zeit wesentlich umgänglicher und wir waren auch im Raum Aachen auf Dressurturnieren bis zur Klasse A unterwegs. Rico starb im Alter von 19 Jahren, vermutlich aufgrund einer Herzschwäche, die wir immer vermuteten.

ANNABELL, geboren 1996, ist eine Haflinger Stute, die wir schon seit 2002 besitzen. Sie ist auch mit uns nach Bayern gezogen und sehr vielseitig ausgebildet - Dressur, Springen, Gelände/-sprünge, Kutsche ein- und zweispännig, St. Martin, Voltigieren, Wanderritte, Anfängerstunden, Fallkurse und Sitzschule... es gibt, glaube ich, fast nichts, was ich mit ihr nicht schon gemacht habe. Sie war ebenfalls mein Pferd für den Trainer C Lehrgang und die Prüfung, 2011. Wir starteten ebenfalls erfolgreich in Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsprüfungen.

Ich hoffe, dass Annabell uns noch lange erhalten bleibt - auch meine Kinder reiten sie mittlerweile.

RUBINA (*1999) war mein erstes Großpferd, eine Rheinländer Stute von Rubinstein. Nachdem ich mit den Ponys immer öfter Kommentare bekam, dass mit einem Großpferd ein noch harmonischeres Bild erzielt werden könnte, durfte ich Rubina haben. Leider waren ihre Hufe recht schlecht und anstatt der erdachten Turnierkarriere startete ich eine Hufpfleger-Karriere ;-)
Rubina gab ich einige Jahre nach dem Kauf an eine befreundete Pferde Ostepathin ab, die sie bis heute besitzt.

ZSA ZSA ("Motte") ist meine Araberstute, geboren 2001, die mich auch heute, in Bayern, noch begleitet. Ich kaufte sie achtjährig, damals fast noch roh, da sie eigentlich Zuchtstute werden sollte. Zunächst bildete ich sie westernmäßig aus und nahm sie zu allen Events, die "gruselig" sein könnten, mit, damit sie gelassen und sicher wurde. Danach hatte ich mehr als 2 Jahre kaum Zeit für sie, da ich meine Kinder bekam und mich erst einmal neu orientieren musste. Anschließend war sie bis Ende 2019 Schulpony bei mir am Hof in Aachen und nahm mit mir regelmäßig an St. Martins Umzügen, Wanderritten und  Dreharbeiten teil.
In Bayern bilde ich sie nun (trotz ihrer bald 20 Jahre) weiter vielseitig aus, da sie noch nicht viel Springerfahrung hat und auch im Geländespringen noch nicht häufig unterwegs war. Ebenfalls fährt sie mit Annabell zusammen zweispännig Kutsche.

BERNSTEIN ("Benny") war ein Rettungsfall, der recht verängstigt und verwarlost zu mir kam. Er hatte keine Papiere, soll aber ein Hannoveraner-Vollblutmix gewesen sein, vermutlich von 2004. Er war tollpatschig, abgemagert und scheu. Durch vieeeeel Arbeit, z.B. Dual Aktivierung, bekam er langsam mehr Körpergefühl und mehr Selbstbewusstsein, konnte sich besser einschätzen und schaffte es nach einiger Zeit auch, mit mir auf externe Trainings zu fahren, ohne hinzufallen oder in Stress zu verfallen. Sogar nach England auf eine Fortbildung nahm ich ihn in einem Jahr mit.
Er war durch seine Vorgeschichte leider häufig zu dünn, trotz optimaler Versorgung und vieler Tierarzt-Checks bei uns. Leider starb Benny 2017 unverhofft, vermutlich an einer Folge seiner Darmprobleme, die er aus der Zeit der Unterernährung vor uns mitgebracht hatte.

GRANIT nahm ich als Rehapferd auf, nachdem ich schon Hufpflegerin geworden war. Er hatte eine angeblich austherapierte "Hufrollenentzündung" (auch Hufgelenksentzündung, Hufrolle oder Podotrochlose genannt). Diese war bereits durch einen Nervenschnitt "ausgeschaltet" worden, die Nervenenden hatten sich nach 2 Jahren aber wieder gefunden und er war erneut lahm. Außerdem war er Hengst und nicht an Offenstallhaltung und Herde gewöhnt. Bevor er zu uns kam, war er Springpferd bis zur Klasse S gewesen.
Wir therapierten seine Beschwerden und integrierten ihn mit den Wallachen im Offenstall. Einige Jahre später ließen wir ihn legen und konnten ihn danach auch mit den Stuten zusammenstellen, so dass die Herde wieder gemischt war. Er wurde bei uns als Freizietpferd geritten. Leider hatte Granit jedoch auch Spat, der ihm im Alter immer mehr zu schaffen machte. Nach einem ca. zweijährigen Aufenthalt auf einer flachen, für ihn besser geeigneten Unterbringungsstelle, in die wir ihn abgaben, mussten wir ihn leider trotzdem erlösen, da seine Hinterbeine ihm große Schmerzen machten und auch alle Therapien nur noch kurze oder kaum Erleichterung brachten.

DUNDEE ist ein Englischer Vollblut-Hannoveraner Mix Wallach von 2004. Ihn habe ich mit Hufgelenksentzündung ("Hufrolle") übernommen und gesund gepflegt. Zusammen ritten wir im A* und A** Bereich Vielseitigkeit.

 

Da Dundee gern reist und sich sehr gut auf neue Umgebung einstellen kann, nahm ich ihn gelegentlich mit zu Drehorten, wo fremde Reiter ihn für Filmprojekte ritten. Außerdem fuhr ich mit ihm auf Fortbildungen, gelegentlich auch bis nach England.

Aufgrund von Zeitmangel gab ich Dundee 2018 an eine Schülerin ab.

Lange begleitet hat mich auch der Friesen-Andalusier-Mix Wallach GIACOMO, den ich 2008 fünfjährig mit starken arthrotischen Veränderungen an einem Vorderbein kaufte.

Von 2009-2016 gehörte er einer Bekannten und war Einstallpferd am Hof bei mir in Aachen, bevor ich ihn wieder zurückkaufte, da sich ihre Lebenssituation komplett veränderte und ihr kein Pferd mehr erlaubte.


Giacomo ist wie Dundee regeneriert und wieder reitbar. Ich bildete ihn im Bereich Film und Stunt aus, er war z.B. unter anderem als St. Martins Pferd im Einsatz. Außerdem genoss er unsere mehrtägigen Wanderritte und ich habe Ende 2017 auch bemerkt, dass er die Vielseitigkeit und das Springen genauso liebte, wie ich. Als ich nach Bayern umzog, konnte ich nur höchstens zwei Pferde mitnehmen und entschied mich dafür, Giacomo einer lieben Bekannten zu verkaufen, da er für meine Kinder zu groß gewesen wäre und ich lieber zwei ältere, kleinere Ponystuten mitnehmen wollte, damit "die ganze Familie" sie versorgen und bewegen konnte.

PEGGY, eine niedliche Wels A Stute konnte ich zwar nicht selber reiten, gehörte aber lange zu meiner "Ponyflotte" dazu. Sie war ebenfalls ein Huf-Rettungsfall und wurde von mir mithilfe leichter Schülerinnen so weit ausgebildet, dass sie am Ende ein perfektes Lehrpferd für kleinere Kinder war. Sie wurde, wie auch alle anderen Pferde, bei uns vielseitig trainiert und fuhr ebenfalls Kutsche. Ca. 400 km bei Wanderritten und mehrere St. Martins-Umzüge mit meinen Kindern und Kita-Kindern hat sie ebenfalls unter ihre Hufe gebracht :-) Peggy lebt heute in Hessen bei einer Sitzschul-Kollegin von mir, die sie in ihrer Reitschule weiter einsetzt. Sie hat dort viele kleine Fans.

PAULA ist eine recht große Shetty Stute (1,08m) von 2012, die ich kaufte, als meine Kinder noch recht klein waren. Eigentlich (...) wollten wir bei einem Ponyhändler nur eine Kutsche für Peggy kaufen... sahen dort dann Paula in einer Herde anderer Shettys, die Paula allesamt jagten. Sie war schweißnass und zitterte vor Stress, wenn sie eine kurze Atempause hatte. Also kauften wir eine Kutsche plus ein Shetty, weil sie uns so leidtat.

Mein ursprünglicher Plan war, sie einzufahren, um mit Peggy zusammen zweispännig unterwegs sein zu können. Ich wollte sie eigentlich auch als weiteres Schulpony einsetzen, damit die kleinen Kinder auch kleine Ponys zur Verfügung hätten und nicht so viel mit den Endmaßponys reiten müssten.
Der Plan ging leider nicht auf, da ich nicht die Zeit fand, Paula zu trainieren. Nach einem Jahr unregelmäßigen, leichten Trainings sah ich ein, dass es so sinnlos sei und verkaufte ich sie in sehr gute Hände, wo sie seitdem von einer feinen, kleinwüchsigen Reiterin und einer tollen Trainerin weiter ausgebildet und gefördert wird.

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