Gesunde Pferde - Harmonisch Reiten
Gesunde Pferde - Harmonisch Reiten

Verlasspferd - aber wie`?

Ich lege sehr viel Wert darauf, jedes Pferd als individuell als Persönlichkeit zu betrachten.

 

Ich liebe es, mit dem Pferd eins zu sein, sich durch unsichtbare Signale zu verständigen und als harmonische Partner zusammenzuarbeiten. Egal, ob ohne Sattel, im Gelände, in der Turnierprüfung, oder beim Verladen in einer stressigen Situation.

 

Grundlage einer solchen Partnerschaft ist Vertrauen.

Gegenseitiges Vertrauen basiert auf der Sicherheit, vom anderen ernstgenommen zu werden, sich von ihm akzeptiert und fair behandelt zu fühlen.
 

Das Pferd schenkt uns sein Vertrauen - dadurch erhalten wir Verantwortung.
 

Es liegt in unserer Verantwortung, mit dem Vertauen des Tieres sorgsam umzugehen, ihm zu entsprechen und es respektvoll zu behandeln. Wenn wir uns als würdig erweisen, machen Pferde so gut wie alles für uns.

 

Ich erwarte von den Pferden, die ich trainiere, nur Leistungen, die sie auch erbringen können. Wenn etwas nicht klappt, versuche ich nicht, es zu erzwingen, sondern überlege mir stattdessen etwas anderes oder eine neue Herangehensweise.

 

Pferde, mit denen so gearbeitet wird, lernen schnell und sind jeden Tag motivierter. Es ist beeindruckend, zu beobachten, wie sie selber immer weiter gehen wollen und wie viel Freude sie an der Arbeit entwickeln.

 

Jedes Pferd, ganz gleich, was seine Rasse ist und wie es "genutzt" werden soll, wird besser mitarbeiten und einem ein gutes Gefühl vermitteln, wenn es freiwillig und mit Spaß bei der Sache ist.

 

Je mehr Zeit man sich am Anfang der Ausbildung lässt,

umso schneller geht es.

 

Ziel einer Ausbildung sollte immer ein sicheres, in sich ruhendes Pferd sein, das jederzeit auf die Hilfen des Reiters reagiert und mit allen Situationen, die sich ihm stellen, zurechtkommt. Es muss seine Umwelt mit einem sicheren Gefühl erkunden können, ohne dabei gedrängt, eingeschränkt, behindert oder Stress ausgesetzt zu werden.


So trainierte Pferde beginnen nach kurzer Zeit von sich aus, ihre Umgebung mit einem interessierten, ruhigen Blick zu betrachten. Sie regen sich nicht mehr (in unseren Augen:) "unnötig" auf und können in unvorhergesehenen Situationen viel besser den Überblick behalten. Außerdem sind sie sich sicher, dass der Mensch sie unterstützen wird, wenn doch etwas geschehen sollte.

Wir, als ruhige Leitfigur, sind ihre Orientierung. Dies setzt voraus, das wir auch an unserer inneren Einstellung arbeiten - oft (eigentlich immer) liegt das sogenannt "Problem" überhaupt nicht beim Pferd, sondern bei seinem Reiter, der Angst oder Unsicherheit verspürt.

 

Wenn seine Leitfigur unsicher ist, wie soll das Pferd ihr dann vertrauen? Würden Sie sich bei einem nervösen Autofahrer, der zum Beispiel schon in der ersten Minute beinahe einen Unfall baut, fast jemanden überfährt oder sich anderweitig "disqualifiziert", ins Auto setzen? .... Tja - das Pferd auch nicht... aber diese Gefühl wird den Pferden von vielen Reitern vermittelt und ihm wird dann auch noch die Schuld daran gegeben, dass es zu angespannten oder gar gefährlichen Situationen kommt.
 

Pferde, die positiv und verständnisvoll ausgebildet werden, wie ich es oben beschrieben habe, werden oft wegen ihrer großen Selbstsicherheit und ihres souveränen Auftretens bewundert. Sie sehen "dauer - entspannt" aus und selbst, wenn es einmal brenzlig oder aufregend wird, behalten sie einen kühlen Kopf und bleiben zumindest "händelbar", meist sogar absolut entspannt.

Eigentlich etwas, das normal für jedes Pferd sein sollte, damit Reiten möglichst sicher ist und Spaß machen kann.
 
Richtige Körpersprache, viel Hintergrundwissen über Trainigsmöglichkeiten und Pferdepsychologie sind hierfür die Voraussetzung und ich gebe gern mein Wissen an offene Ohren weiter.

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52074 Aachen
 

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