Vorsichtiges Gehen des Pferdes kann mehrere Ursachen haben, die dann unterschiedlich "angepackt" werden müssen.
1. kann Fühligkeit in der Umstellungsphase von Beschlag auf Barhuf auftreten, wenn der Huf noch regeneriert. Beschlag führt in vielen Fällen zu einem taubem Gefühl im Huf, das ist messbar. Man hat also prinzipiell ein Pferd mit "eingeschlafenen Beinen".
In diesem Fall kann erstmal der Einsatz von Hufschuhen gut sein. Notfalls auch im Paddock. Und besonders, wenn man beispielsweise Ausreitgelände mit unebenem Boden hat.
2. gibt es häufig Pferde, die den überwiegenden Teil des Tages auf weichem Boden stehen, aber auf hartem Boden vom Reiter bewegt werden, zum Beispiel bei Ausritten.
Wenn die Umstände dies nicht erlauben, kann auch hier mit Hufschuhen gearbeitet werden, denn:
Unser Ziel sollte immer ein zufriedenes, lockeres Pferd sein! Nicht "barhuf pur" um jeden Preis, ohne Kompromisse, wie z.B. zeitweise Hufschuhe, je nach Nutzung. Wenn die Umstände (Haltung) sich nicht komplett ändern lassen, suchen wir den nächstmöglichen, besten anderen Weg.
Möchte man dennoch die Hufe stabiler machen, kann man eventuell auch den Auslauf anpassen - zum Beispiel den Bereich rund um Heuraufe und Tränke befestigen. Paddocktrails mit verschiedenen Untergründen sind ebenfalls eine tolle Möglichkeit.
Wichtig ist, dass immer auch ausreichend weicher Boden vorhanden ist. Für die Abwechslung, aber auch für den Gelegentlichen Komfort und zum Hinlegen.
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